Bericht des Vorsitzenden Horst Herberg

in der Mitgliederversammlung in Merkstein am 9. Oktober 2021

Unsere letzte reguläre Jahreshauptversammlung fand bereits im März 2019 statt. Üblicherweise laden wir im Frühjahr zu einer General- oder Hauptversammlung ein, in der wir auch den gebührenden Rahmen haben, unsere verdienten Jubilare zu ehren.  Im Frühjahr 2020 kam die Pandemie und die Aktivitäten und Planungen der Vereine wurden unterbrochen oder gehörig durcheinander geworfen.

Vorsitzender Horst Herberg gab einen Rechenschaftsbericht. (Foto: Wilfried Ullrich)

 

Während der im Jahr 2020 zwischenzeitlich eingetretenen Lockerungen beim Kontaktverbot unternahmen wir mehrere Anläufe, die Hauptversammlung und die Ehrungen dennoch in Präsenz durchführen zu können. Leider erlebten wir hierbei Rückschläge in Form behördlicher Verbote. Die Gesundheit unserer Mitglieder ist auch uns wichtig, darum beugten wir uns.

So kam es, dass wir eine Jahreshauptversammlung und die Ehrungen nun im Monat Oktober durchführen. Die Ehrungen aus den Jahren 2020 und 2021 haben wir darum in der heutigen Versammlung zusammengefasst.

Das Jahr 2020 war für uns sehr stark durch die Pandemie geprägt. Die Veranstaltungsverbote warfen unsere Planungen über den Haufen. Wir haben wie gewohnt gewissenhaft organisiert, eingeladen … und dann aufgrund neuer Inzidenz-Entwicklungen Absagen hinterhergeschickt. 

Unsere Mitglieder mussten sehr lange auf die Aktivitäten und Kontakte verzichten. Zahlreiche Gruppenstunden und auch Reiseaktivitäten mussten ausfallen.  Unser Sommerfest auf der Wiese an der Begegnungsstätte musste nunmehr zweimal wegen des Verbots von Volksfest- bzw. Großveranstaltungen entfallen.

Arbeit lebte wieder auf

Inzwischen konnten wir nahezu alle Programmteile wieder aufleben lassen. Als in der Mitte des laufenden Jahres eine Lockerung eintrat. Haben wir umgehend fünf weitere Tagesfahrten festgelegt, um unseren Nachholbedarf zu sättigen. Sehr entspannt, waren mit Bus und Schiffen unterwegs. Die Flutkatastrophe zwang uns dann, bei zwei Ausflugsfahrten die Ziele zu ändern.

Pandemiebedingt fielen beim ersten Lockdown 2020  > 92 Treffen,  Fahrten oder sonstige Veranstaltungen aus. Danach haben wir das Zählen der ausgefallenen Angebote aufgegeben. 

Während der Pandemie haben wir so gut es uns möglich war, mit den Mitgliedern Kontakt gehalten. Stets  informierten wir brieflich zu unseren Absichten. Auch das Internet wird von uns sehr stark genutzt, um über unsere Arbeit zu berichten. Während des Lockdowns sind wir zweimal sehr ausführlich von der Aachener Zeitung über die Situation interviewt worden. Am Beispiel der AWO Merkstein berichtete die Tageszeitung darüber, wie sich die Kontaktverbote im Leben der ehrenamtlich wirkenden Vereine auswirken. Die AWO zeigte so auch im Carona-Jahr Präsenz, wie es in einer Zeitungsüberschrift hieß.

Gute Pressearbeit

Zudem haben wir  im Januar dieses Jahres unseren AWO-Ortsverein sehr ausführlich in der „Zeitung am Sonntag“ vorgestellt. In dem Interview machten wir deutlich, „die AWO leistet viel für ein sozialeres Miteinander“. Stets sind wir bemüht, durch Pressearbeit Aufmerksamkeit für die AWO Merkstein zu erzielen.

Zusammen mit dem Ortsverband Merkstein des VdK stellten wir die Internetplattform „Soziallotse Merkstein“ auf die Beine. Diese Seite im Netz gibt eine schnelle Orientierung bei allen sozialen Fragen. Die Internetseite verweist auf die richtige Netzadresse, so dass beim Suchen schnell der richtige Ansprechpartner gefunden wird. Dem VdK-Vorsitzenden Wilfried Nießen danke ich für das Engagement und die gute Zusammenarbeit.

Im Juli dieses Jahres konnten die Kaffeenachmittage, die von Ursula Foitzik geleitet werden, wieder aufleben. Die offene Spiele-Gruppe hat aus Vorsicht noch nicht begonnen. Die Wanderungen in der heimatlichen Umgebung haben wir auch wieder aufgenommen.

Sozialberatung fortgesetzt

Durchgängig stattgefunden hat die ehrenamtliche Sozialberatung auch während der Kontaktverbote. Reinhold Hauser hilft Ratsuchenden bei sozialen Angelegenheiten. Eine Unterbrechung bei der Beratung gab es nicht, weil diese auch telefonisch möglich ist.

Als Sport im Freien wieder möglich wurde, startete unsere offene Boulegruppe, die jeden Mittwochvormittag im Volkspark Alt-Merkstein spielt. Die Frauen und Männer sind hart im Nehmen, spielen bei fast jeder Witterung.

Während des Lockdowns ist der Förderunterricht für die Kinder aus der Grundschule Alt-Merkstein ausgefallen. Nunmehr ist Maria Dünwald gesundheitlich nicht mehr in der Lage, diese unterstützende Tätigkeit fortzuführen. Wenn sich eine Nachfolge findet, nehmen wir gerne wieder mit der Schule Kontakt auf.

Immer wieder erhalten wir vereinzelte Anfragen nach einer Krabbelgruppe. Gerne würden wir dieses Angebot wieder aufnehmen, wenn sich genügend interessierte Elternteile und eine ehrenamtliche Leitung finden. Die Arbeit in unserem Ortsverein ist ausschließlich ehrenamtlich. 

Vielfach bedauert wird, dass das monatliche Frühstückstreffen nicht mehr besteht. Ich habe Verständnis, wenn Ursula Foitzik diesen gewaltigen Arbeitsaufwand nicht auch noch leisten kann.

Reisen bleiben beliebt

Eine mehrtätige Reise konnten wir im September erleben. Zehn Tage haben wir uns mit 35 Personen im Thüringer Wald und in mehreren Städten des Freistaates Thüringen umgesehen.

Gewandert sind wir in kleinen Gruppen auf den Wegen unserer Region, im Broichbachtal, „Rund um Merkstein“, oder nach Alsdorf und auf dem „Wasserweg Wurm“.

Wir greifen gerne neugierig interessante aktuelle Themen auf, um uns zu informieren. Als wir von einer privaten Station für verletzte Igel in Merkstein erfuhren, sind wir dort – natürlich nach Absprache – mit einer Besuchergruppe erschienen, um uns schlau zu machen. 

Der Ortsverein unterstützt

Unser Ortsverein unterstützt nach wie vor die Arbeit des Fördervereins für das Walter-Heckmann AWO-Senioren- und Sozialzentrum in Merkstein. Ursula Foitzik gehört jetzt neben mir zum Vorstand des Vereins. Der AWO-Ortsverein ist auch Mitglied beim Fachverband AWO-International e. V., der weltweit Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit in Asien und Südamerika leistet.

Zudem sind wir als Ortsverein Mitglied im Verein „Betreute Schulen Aachen-Land“, der auch Träger der Offenen Ganztagsbetreuung in Alt-Merkstein ist.

Als kleinen Ersatz für das ausgefallene Sommerfest haben wir ein Grillfest für unsere Mitglieder angeboten, bei dem wir Musik hörten und Bratwurst aßen. Essen und Getränke gaben wir gegen freiwillige Spenden für die Flutkatastrophen-Hilfe der AWO-Rheinland-Stiftung ab. Zuvor spendete der Ortsverein einen Betrag an die Hochwasserhilfe des DRK für die Opfer in der Aachener Region.

Musik auf der Wiese

„Musik auf der Wiese an der Begegnungsstätte“ ist ein neues Format in unserem Programm. Zwei Nachmittagsveranstaltungen dieser Art haben wir bereits durchgeführt. Da es in der Pandemie einfacher wurde, Treffen im Freien zu veranstalten, sind wir hiermit eingestiegen.

Wir haben auch im letzten Jahr die Weihnachtspakete-Aktion Merksteiner Bürger unterstützt, damit sozialschwache Menschen Freude haben und werden das auch in diesem Jahr machen.

Vertreten war der Ortsverein auch in diesem Jahr beim „Markt der Möglichkeiten“ in Merkstein auf dem August-Schmidt-Platz, wo Reinhold Hauser die AWO vorstellte. Hierfür und für andere Anlässe wurden professionelle Werbeflyer erstellt.       

Unsere Bereitschaft zur Teilnahme beim Familientag in der Stadt Herzogenrath bestand auch in diesem Jahr. Der Ortsverein ist Mitglied im „Lokalen Bündnis für Familie“, der die Veranstaltung durchführen sollte. Der Sturm an diesem Tag ließ die Aktion ins Wasser fallen.

Neues Angebot

Im August startete unter der Leitung von Astrid Hahnen ein neues Angebot. Jeden Dienstagvormittag besteht die Möglichkeit zur Teilnahme bei der Sitzgymnastik. Vielen Dank der Astrid, die sich hierfür hat schulen lassen. Etwa 15 Teilnehmende kommen – nach Möglichkeit – an der frischen Luft zusammen.

Im nächsten Jahr werden wir unsere Generalversammlung wieder im üblichen Rhythmus durchführen, wenn nichts dazwischen kommt. Also im März 2022. Die Vorstandswahl steht dann wieder an. Ich wünsche mir mehr Unterstützung in der Vorstandsarbeit.  

Sehr dankbar bin ich für die qualifizierte Kassierertätigkeit unseres Schatzmeisters Wilfried Wichura und die Unterstützung durch Ursula Foitzik bei der Vereinsarbeit und der Organisation von Reisen. Zudem leitet Ursula zwei Frauennachmittage. Sehr hilfreich ist auch die administrative Arbeit, die von unserer stellvertretenden Kassiererin Nicole Foitzik geleistet wird.

"Mitten in Merkstein"

Aus dem Rechenschaftsbericht für das Jahr 2019, der in den Medien veröffentlicht wurde, den ich aber nicht vor einer Mitgliederversammlung vortragen konnte, sei zur Erinnerung erwähnt: In 2019 war die Arbeiterwohlfahrt in Deutschland 100 Jahre alt geworden. Diesen Anlass haben wir gefeiert, zusammen mit dem AWO-Seniorenzentrum, in dem auch der Ortsverein beheimatet ist. Im übernächsten Jahr, also in 2023, wird unser Ortsverein Merkstein ebenfalls hundert Jahre alt.

Ein weiterer Schwerpunkt dieses Berichtsjahres 2019 war das Quartiersprojekt „Mitten in Merkstein“, das von der AWO aufgebaut und nunmehr auf die Stadt Herzogenrath übergegangen ist. Nach dem Vorbild aus Merkstein soll die Stadtteilarbeit ein gesamtstädtisches Anliegen werden.

Dank an Helferinnen und Helfer

Allen, die unsere Ortsvereinsarbeit unterstützen, danke ich sehr herzlich und wünsche unseren Mitgliedern ein gute Zeit in der AWO.

Die Phase, als keine Aktivitäten stattfinden durften, war nicht geeignet, neue Mitglieder zu gewinnen. Der aktuelle Mitgliederstand beträgt 560 Personen. Wir wünschen uns einen Aufschwung in der Mitgliederzahl, was hoffentlich durch die neu angeschobene Arbeit möglich wird.