„Ein Stechervolk kann ich nicht gebrauchen. Wir sind hier mitten im Wohngebiet“, sagt der Hobby-Imker und Bienenzüchter Gerhard Schmitz, Vorsitzender des Bienenzuchtvereins (BZV) Merkstein. 18 Freunde der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Merkstein durften sich auf seiner Terrasse im heimischen Garten an der Kirchrather Straße versammeln und gewannen, dank der jüngsten Veröffentlichungen schon „vorgebildet“, weitere interessante Einblicke in ein hochkomplexes Thema.

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An der Honigschleuder. Gerhard Schmitz erläutert, wie der Honig gewonnen wird.

Die Biggetalsperre und die berühmte Atta-Höhle in Attendorn waren Ziel einer Tagesfahrt mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Merkstein. 64 AWO-Mitglieder und Gäste erlebten die „Faszination Unterwelt“ in einer der schönsten Tropfsteinhöhlen der Welt.

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Eine Schifffahrt, die ist schön: auf dem Biggesee.

 

Zu einer 12 km langen Wanderung hatte die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Merkstein eingeladen. „Stolberg und der Stolberger Wald“ hieß das Ziel, womit eine interessante Kombination von Historie und Naturerlebnis garantiert war.

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Einzigartig: die Natur am Steinbruchrand.

Der Gelsenkirchener Zoo war Ziel von 75 AWO-Freunden aus Merkstein. Der Zoo unter dem Motto „Zoom Erlebniswelt“ ist ein wunderbarer Natur- und Freizeitpark, wo die Merksteiner Familien mit ihren Kindern viel Freude hatten und schöne Eindrücke gewannen.

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Sandsteinabbau in Nivelstein ist seit der Römerzeit und über die Jahrhunderte belegt. Aber erst mit der Glasproduktion gewann die Gewinnung von Quarzsand immer mehr an Bedeutung. Vor genau 108 Jahren wurde die Familie Russel hier tätig, damals im Handbetrieb mit Schubkarre und Lore. Aber damals bereits für die aufblühende Glasindustrie. Denn hier findet sich das seltene Vorkommen von fast 100 Prozent reinem Quarzsand.

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Der Blick über die Nivelsteiner Sandwerke in Merkstein.

 

awomerksteinschildEine Woche Müritz. Die Erlebnisse während des Urlaubs in Mecklenburg-Vorpommern haben Erna und Josef Bertram in ihrem Reisetagebuch festgehalten. Das ist eine schöne Erinnerung an die Fahrt mit den Merksteiner AWO-Freunden.

 

 

 

 

 

Eine mittelalterliche Mühle im Wiederaufbau – informativ und faszinierend war die Exkursion der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Merkstein zur Baalsbrugger Mühle.

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Interessante Einblicke in das Innere der Mühle erhielten die AWO-Freunde.

Zahlreiche Vereine, Institutionen und Privatpersonen schlossen in der Stadt Herzogenrath zu einem Bündnis zusammen. Hierzu zählt der AWO-Ortsverein Merkstein. Im Rathaus unterzeichneten Bürgermeister Christoph von den Driesch und der Kerkrader Bürgermeister Jos Som sowie alle Unterstützer einen Aufruf.

Wer wir sind, was wir wollen Die AWO bestimmt ihre gesellschaftspolitische Position auf dem Hintergrund ihrer geschichtlichen Entwicklung als Teil der Arbeiterbewegung und bekennt sich zu deren traditionellen Grundwerten: Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist ein Verband der Freien Wohlfahrtspflege.

In ihr haben sich Frauen, Männer und junge Menschen als Mitglieder und als ehren- und hauptamtlich Tätige zusammengefunden, um in unserer Gesellschaft bei der Bewältigung sozialer Probleme und Aufgaben mitzuwirken und um den demokratischen, sozialen Rechtsstaat zu verwirklichen.

Kleine Chronik der AWO Merkstein

Es war nach dem 2. Weltkrieg. Die Not der Zugereisten aus Sachsen, Bayern und Elsaß-Lothringen war sehr groß. Diese Arbeiter lebten insbesondere in den Siedlungen um den Adolf-Schacht herum, auf dem sie Arbeit fanden. Der 1913 entstandene SPD-Ortsverein wollte die Not der Menschen lindern und beauftragte Wilhelm Derichs schon 1919 mit der Gründung der Arbeiterwohlfahrt. In dessen Wohnung in der Freiheitsstraße 67 gründete sich die Merksteiner Arbeiterwohlfahrt.

Wilhelm Derichs wurde Vorsitzender, gab den Vorsitz aber bereits ein Jahr später ab, da er sich auf die politische Arbeit im Gemeinderat konzentrieren musste. Otto Reißmann wurde 1924 Vorsitzender und führte den Ortsverein bis zur zwangsweisen Auflösung durch das faschistische Regime im Jahre 1933. Nach dem zweiten Weltkrieg - wieder galt es, Not zu lindern - wurde Fritz Preiß von der SPD mit der Wiederaufrichtung der Arbeiterwohlfahrt beauftragt. Er führte den Verein von 1945 bis 1957. Tätigkeitsschwerpunkte waren neben der Jugendarbeit die Aufteilung der Carepakete. Alfred Prast übernahm den Vorsitz der Merksteiner Arbeiterwohlfahrt und bekleidete diese Aufgabe bis 1974.

Geselligkeit für Senioren wurde zu einer wichtigen Aufgabe

Die Frauennachmittage bildeten sich heraus. Jugendbetreuung hatte nach wie vor einen großen Stellenwert. 1974 übernahm Rudolf Stahnke den Ortsvereinsvorsitz, der 1980 auf Wilhelm Weber überging. Nach 18 Jahren trat Wilhelm Weber aus gesundheitlichen Gründen zurück. Die AWO-Funktionäre bestimmten im August 1998 Horst Herberg zum kommissarischen Vorsitzenden, der durch die Generalversammlungen 1999 und 2003 als Ortsvereinsvorsitzender bestätigt wurde. In Anerkennung seiner Verdienste um die AWO Merkstein wurde Wilhelm Weber der Ehrenvorsitz übertragen.

Heute ist die Merksteiner AWO mit 760 Mitgliedern der größte Ortsverein im Bezirk Mittelrhein. Unser Ortsverein steht in der Tradition der Arbeiterbewegung, tritt ein für eine solidarische Gesellschaft und will mit ihren vielfältigen Aktivitäten "Gemeinschaft gestalten".

Vielseitige Arbeit in der ehemaligen Bergarbeitergemeinde

Der Ortsverein Merkstein unterstützt bedürftige Mitbürger/innen, berät bei sozialen Fragen, leistet Seniorenarbeit in drei Nachmittagsgruppen, hat eine Familien- und Spielenachmittag, bietet Geselligkeit für Mitbürger, hat ein buntes Ausflugs- und Reiseprogramm für alle Altersgruppen, unterhält eine Krabbelgruppen für Mütter mit Kleinkindern, führt Wanderungen durch, fährt regelmäßig Rad, führt in Verbindung mit der Grundschule Alt-Merkstein Förderunterricht durch, vermittelt Kinder- und Jugenderholungsmaßnahmen, hat eine Gymnastikgruppe für Damen, feiert gerne mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, ist Träger einer Begegnungsstätte.

 
Die Geschichte der Arbeiterwohlfahrt in der ehemaligen Bergbaugemeinde Merkstein ist bis zum Jahr 1973 niedergeschrieben in einer Broschüre, die der Ortsverein damals zum 50jährigen Jubiläum herausgab. Es ist die Zeit von der Gründung der Merksteiner Arbeiterwohlfahrt im Jahr 1923 an. Die Chronisten haben die Entwicklung des Ortsvereins in seinen ersten 50 Jahren, also bis 1973, festgehalten. Den vollständigen historischen Abriß können Sie hier nachlesen.